Strahlungen und Wellen die als Elektrosmog bezeichnet werden
Wie eingangs erwähnt, setzt sich Elektrosmog aus technischen und natürlichen Strahlungen zusammen. Ziel einer Elektrosmogmessung oder einer Elektroplanung auf elektrobiologischer Basis ist es, diese Strahlungen zu neutralisieren oder weitgehend zu reduzieren. Nachfolgend eine Übersicht über diese Strahlungen, die gesundheitsschädigenden Einfluss auf unseren Organismus ausüben können:
Elektrische Wechselfelder (Ankoppelung: Messwert in Millivolt mV, elektrisches Feld V/m)
Das Elektrische Wechselfeld strahlt aus Stromleitungen und Apparaten ab, auch wenn der Strom am betreffenden Verbraucher nur ansteht (z.B. ein nur eingestecktes aber nicht eingeschaltetes Radio) Diese Felder sind also immer vorhanden wenn in Stromleitungen, Schaltern, Steckdosen, Lampen, Geräte etc. Elektrizität anliegt oder fliesst.
Die Feldlinien dieser Felder breiten sich sternförmig um den Verursacher herum aus oder geradlinig, wenn die Abstrahlung von der Wand her erfolgt. Der menschliche Körper verhält sich im elektrischen Wechselfeld wie eine Antenne, er koppelt an das Feld an und die Elektrizität fliesst teilweise durch Körper ab. Die Intensität dieses Feldes ist in unmittelbarer Nähe sehr stark, nimmt auf Distanz jedoch sehr schnell ab.
Magnetische Wechselfelder (Messwert in Nanotesla nT)
Magnetische Wechselfelder entstehen wenn Elektrizität fliesst und breiten sich kreisförmig um den Verursacher (Kabel, Gerät, Verteiler etc.) herum aus. Da diese Felder alles durchdringen kann der Strahlungsherd innerhalb eines Gebäudes liegen, aber ebenso auch ausserhalb (Hochspannung).
Magnetische Wechselfelder wirken nicht direkt gesundheitsschädigend, jedoch können sie als Krankheitsverstärker und Krankheitsauslöser wirken, zudem verändern sie die Ausschüttung des Hormons "Melatonin", welches den Schlafprozess in unserem Körper steuert.
Elektrische Gleichfelder (Elektrostatik) (Messwert in Volt pro Meter V/m)
Elektrische Gleichfelder entstehen in Wohnräumen meist durch die Umwandlung von Bewegungsenergie in elektrische Energie. Luftfeuchtigkeit sowie spezifische Leitfähigkeit von Stoffen beeinflussen die Ausbreitung dieser Felder massgebend. Beim Berühren einer Türklinke, Autotüre, eines Wasserhahns etc., kommt es dann zu einem unangenehmen Ausgleichstrom, der Entladung. Solche Ladungen können sich auch durch Kleidungsstücke direkt am Körper aufbauen.
Durch den Ausgleichsstrom treten Schockwirkungen auf, deren Stärke in der Grössenordnung von Reizströmen des Herzens liegen kann. Die unterschiedlichen Ladungen in modernen Wohnräumen führen zu einer Umkehrung der natürlichen Erdfeldrichtung. Sie bewirkt, in der Tierbeobachtung nachfolzogen, eine Angst oder Stressreaktion.
Hochfrequenz Mikrowellen (Messwert in W/m2 oder V/m)
Je höher die Frequenz (Schwingung pro Sekunde) um so mehr "verschmelzen" die elektrischen und magnetischen Felder miteinander und sind kaum noch getrennt erfassbar. Sie werden zu Wellen und man nennt diese "Mikrowellen" oder Hochfrequenz "HF". Diese Wellen werden von Fernseh- und Radiosendern, Telefonanlagen (C –D- UMTS- Netz, schnurlose Haustelefone nach DECT), Radaranlagen, Funksendern, Hochspannungsleitungen, Mikrowellenherden sowie seit einigen Jahren auch aus allen möglichen Netzadaptern und Vorschaltgeräten mit elektronischen Bauteilen, sowie Stromsparlampen u.v.m. abgegeben, sie werden auch als Überlagerungen über das Elektronetz in die Häuser eingeschleppt.
Für HF Immissionen aus niederfrequenten Quellen ausserhalb von Sendeanlagen, die der Kommunikation dienen, existieren keine gesetzliche Grenzwerte, da solche ausschliesslich für Sendeanlagen ausgegeben sind.
Für Mobilfunk und übrige Sendeanlagen sind auf Bundesebene klare Grenzwerte ausgeschieden, sie unterscheiden sich als Immissionsgrenzwerte, innert denen sich kein Mensch auch nur für kurze Zeit ungeschützt aufhalten darf, sowie als Anlagengrenzwerte, die an Orten mit empfindlicher Nutzung (OMEN) Gültigkeit haben. Solche Orte gelten nach NIS Verordnung des Bundes als Langzeitaufenthaltsorte, an denen sich Menschen täglich während mindestens 4 Stunden aufhalten können. Ausgeschlossen davon sind Terassen, nichtöffentliche Plätze, etc. Genauere Informationen können aus den Unterlagen des Bundes entnommen werden.
Der gesetzliche Anlagegrenzwert für Mobilfunkstrahlung (NIS Verordnung) ist pro Anlage ein Immissionswert von 4V/m =ca. 40'000'000 nW/m2 bei 900MHz oder 6V/m =ca. 80'000'000 nW/m2 bei 1‘800MHz. Der Immissionsgrenzwert ist 42 V/m = ca.4‘500'000'000 nW/m2 (900MHz) oder 58V/m =ca. 9‘000'000'000 nW/m2 (1‘800MHz).
Moderne Technologien lassen diese Hochfrequenzstrahlungen zur besseren Ausnützung der Bandbreiten mit niedrigen Frequenzen pulsieren (Zeitschlitzverfahren D-, GSM UMTS Netz). Diese pulsierenden Wellenformen stehen in starkem Verdacht direkt in die biologischen Regelkreise einzugreifen und die Gesundheit und das Wohlbefinden nachhaltig zu stören.
Ein Beweis der Unschädlichkeit von pulsierenden hochfrequenten Strahlungen auch bei sehr geringer Intensität ist von der Wissenschaft nicht erbracht.
Magnetische Gleichfelder ( Magnetostatik ) ( Messwert in Nanotesla pro Meter nT/m)
Unser Planet besitzt ein natürliches Erdmagnetfeld welches durch Eisenarmierungen in Böden und Wänden, Stahlträgern, Rohren, Heizkörpern etc. verzerrt werden kann. Als weitere Faktoren, die das Erdmagnetfeld verzerren, können magnetisierte Bestandteile in Federkernmatratzen, Bettgestellen oder Lautsprechern genannt werden. Solche Verzerrungen können zu hohen Magnetfeldunterschieden auf kürzeste Distanz führen, was wiederum in einer Desorientierung des Zellsystems resultieren kann. Schlafstörungen, Herz- und Kreislaufbeschwerden können die Folge davon sein.
Radioaktivität
Radioaktivität oder ionisierende Strahlung wird von bestimmten Stoffen z.B. Uran, Plutonium oder Thorium abgegeben. Dieses sind natürliche Riesenatome, die wegen ihrer grossen elektrostatischen Abstosskräfte nicht mehr zusammenhalten und zerfallen. Früher war der Mensch nur der natürlichen Umweltradioaktivität ausgesetzt. Heute kommt die technische bedingte Strahlung hinzu (Röntgendiagnostik, kerntechnische Anlagen, Atomversuche, Baustoffe). Bestimmte Baustoffe können die Quelle erhöhter Radioaktivität in Gebäuden sein, die mit geeigneten Massnahmen reduziert werden kann. Gegen die von aussen einwirkende Radioaktivität sind Massnahmen praktisch ausgeschlossen. |